Robin Pickis: Wie viel Social Media vertragen die Berge? | Host: Jennifer Bosshard
Shownotes
Was passiert, wenn die eigene Leidenschaft zum Beruf wird – und Reichweite plötzlich Verantwortung bedeutet? Robin Pickis spricht über seinen Weg als Content Creator, über Wandern in der Schweiz, virale Posts, Natur-Hotspots und die Frage nach der Verantwortung als Influencer. Robin Pickis erzählt von seiner Zeit im Internat, seinem Leben zwischen verschiedenen Kulturen und davon, wie ihn diese Erfahrungen geprägt haben. Es geht um Selbstständigkeit, kreative Freiheit, Leistungsdruck und darum, wie aus Outdoor-Leidenschaft, digitalen Inhalten und einer klaren Vision, mit Pick a Peak, eine eigene Wander-App entstehen konnte. Ausserdem geht es ums Vatersein, mentale Belastung, Instagram-Sucht, Offline-Sein und die Herausforderung, zwischen Arbeit, Öffentlichkeit und Privatleben die Balance zu finden.
Werbeblock: Alle Infos zum neuen Coopzeitung mag findest du unter: www.coopzeitung.ch/mag
coop.chind ist ein Podcast der Coopzeitung.
Hast du Fragen oder Inputs? Dann freuen wir uns auf deine Mail an: coop-chind@coop.ch
Herausgeberin: Coopzeitung
Hosts: Jennifer Bosshard, Olivia El Sayed
Mehr auf Instagram oder TikTok: @coop.chind
Mehr Informationen zur Coopzeitung findest du hier: www.coopzeitung.ch
Du willst die Coopzeitung abonnieren? Dann gehts hier entlang: https://www.coop.ch/de/unternehmen/kontakt/kontaktformular.html?sector=Coopzeitung&issue=Abonnieren
Transkript anzeigen
00:00:00: Es gibt also das Sprichwort irgendwie so, sucht dir etwas, was du quasi gerne machst und macht es zu deinem Job.
00:00:06: Und du wirst nie einen Tag im Leben arbeiten müssen.
00:00:09: Das stimmt auch so hart nicht, weil es schlussendlich musst du ja gleich Geld verdienen!
00:00:15: Herzlich willkommen zu CoopKind, ein Podcast der Coop-Zeitung.
00:00:19: Hier geht es um Menschen, ihre beregenden Momente und die Frage, was sie im Leben gefrontet hat?
00:00:25: Wie haben Sie sich seit ihr junger Jahr entwickelt und verändert und welche Träume verfolgen Sie noch?
00:00:32: Heute rede ich mit einem von den vielseitigsten und kreativsten Schweizer im Internet.
00:00:36: Er ist Content Creator, er ist Vater und er ist leidenschaftlicher Wanderer!
00:00:47: Herzlich willkommen Robin Pickes.
00:00:49: Hallo Jenny, freut mich zum da sein!
00:00:51: Ja ich freue mich mega fest weil wir kennen uns ja nicht aus dem Internet.
00:00:55: Wir kennen uns tatsächlich aus einem Fernsehen wo wir uns kennengelernt haben.
00:00:58: was du noch bei zwei Jahren morgen geschafft hast und mittlerweile hat uns das gleiche Schicksal ereilt, dass es beide abgesetzt wurde wie ich mit Gehen geht um in zwei Jahren Morgen.
00:01:09: Wie ist das wenn du so zurück denkst an diese Zeit?
00:01:12: Für mich ist es manchmal...
00:01:13: Du hast es vorher angesprochen Ich bin jetzt eine Selbstständige und einer der Sachen, die ich vermisse ist ein Team zu haben.
00:01:20: So ein kreatives Team, das mitdenkt, wo man kann Brainstormen damit.
00:01:25: Wo man nicht zusammenhaltet als Selbständige je nachdem halt.
00:01:28: aber es ist auch ein Team um sich in diesem Fall.
00:01:31: Das hat man halt nie mehr zum Gegenüber irgendwie so Ideen bauten oder so.
00:01:36: Und zum Spiegel.
00:01:37: Bei euch war es auch wirklich so, dass wir vielleicht schnell dazusagen.
00:01:41: Es gab das YouTube-Format und das Comedy-Formate.
00:01:44: Es haben ziemlich viele Fouroren auch gesorgt.
00:01:47: Wir waren z.B.
00:01:49: viral gegangen während der Pandemie mit einem viralen Hit.
00:01:52: Bleiben sie zu Hause oder haben noch eine Bärse eingespannt?
00:01:56: Sie spielen auf dem Grundstück des Roger Federer Gottenny.
00:01:59: Er hat damals ganz crazy Sachen gemacht.
00:02:03: Ist das nicht auch etwas, wo du denkst, es ist cool, sich so auszutoben?
00:02:08: Absolut.
00:02:09: Ich glaube, gerade auch noch mal angesprochen habe ich bei Vater.
00:02:12: Ich habe viele Stories, die ich meinem Sohn erzählen kann und dazu kann er auch Videos zeigen.
00:02:20: Aber das ist definitiv ... Wir haben so viel kreative Sachen umsetzen können.
00:02:25: Auch Podcasts gemacht usw.
00:02:27: Und ich glaube, das fehlt schon.
00:02:28: Das ist auch einer der Gründe, wieso wir aufgehört haben.
00:02:31: Wenn man so viele Outpooks gemacht hat und irgendwann ist das hier nicht einfach leer mit Ideen.
00:02:38: Aber mittlerweile brennt es mir schon unter den Fingern zusammen.
00:02:42: Einfach solche Aktionen machen, die wir aufmerksam machen können.
00:02:48: Es war ja nicht nur Jux, sondern wir haben zum Teil auch lustige Art und Weise etwas.
00:02:53: So ein wenig ansprechen.
00:02:54: Ja, absolut!
00:02:55: Was war deine Lieblingsaktion?
00:02:57: Ich glaube das beim Roger Federer.
00:03:00: Schon
00:03:00: oder?!
00:03:00: Das ist halt schon... Also es ist halt... Ihr
00:03:01: seid was mit einem Bödel!
00:03:04: Ja, wir sind mit einem Schlauchbüttchen im Jahr ... Ich weiss nicht.
00:03:07: ... auf der Distanz sind wir losgerubert.
00:03:15: Wir waren zu fünften auf dem Ruderbütel.
00:03:17: Bei Rapi?
00:03:19: Genau, in Rapi und Julian, Ramin und ich.
00:03:22: Und dann noch ein Kameramann und ein Produzent.
00:03:26: Und wir sind dann dort über.
00:03:27: Und sie ist halt auch schon da, es war irgendwie April oder so und sonst ist niemand im April mit einem Gummipötchen auf dem Zürichsee unterwegs.
00:03:36: Dann haben wir aber auch noch zu sehr Polizei immer von der Distanz gesehen und es war nur schon die Überfahrt.
00:03:41: Es ist so ein bisschen ... Ich weiss nicht ob das so, dass man das dürfen.
00:03:45: Also dürfen mich ja... Jedenfalls sind wir dort angekommen und es hat gerade gewesen, wir müssen dort an Land stürmen alles aufstellen und machen.
00:03:55: Und ein... Ja, was ist das Gesicht?
00:03:57: Ich glaube, ein paar Punkte haben wir dann quasi dort gesteilt und alles wieder abgeräumt und dann wieder gegangen.
00:04:07: Also sicher ganz viele coole Erinnerungen entstanden dort.
00:04:10: Wir haben schon angesprochen, du bist Vater, ich bin Mutter.
00:04:14: Crazy oder?
00:04:15: Was alles gegangen ist!
00:04:16: Da reden wir natürlich später noch darüber und wir reden auch über das Wanderen weil du ja mittlerweile regelrechte als Experte in diesem Bereich bist, bevor wir so ein bisschen reingehen.
00:04:26: Was war das unvergesslichste Wandererlebnis für dich?
00:04:31: Das ist immer das Beste oder das Schönste... Ja, das ist immer schwierig!
00:04:35: Es kommt mega darauf an was ich gerade irgendwie gesucht habe und ich würde sagen es ist... Ich weiss dass befriedigt jetzt nicht so aber jeder war sehr speziell, weil ich das aus dem Grund gemacht habe.
00:04:50: Falls du mich noch fragen würdest, was ist die schönste Wanderung, die ich gemacht habe?
00:04:55: Dann wäre es die Vierseerwanderung.
00:04:56: Vier-Seerwandern... Genau!
00:04:58: Landschaftlich ist das absolut top.
00:05:00: Es gibt einen mega feinen Ortberghütte, wo man Alper Magaronen essen kann und die besten Alper magaronen von der Welt gibt.
00:05:08: Jetzt weiss ich nicht, ob es ausserhalb der Schweiz noch Orte gibt, welche Alp-Magaronen sind.
00:05:11: Das heißt, die beste ist die Alpel-Magaronen der Schweiz.
00:05:16: Ja, das würde ich so sagen.
00:05:17: Okay,
00:05:17: alles klar.
00:05:19: Ich wollte ein Wandererlebnis mit dir teilen, und zwar war es, wenn die Pandemie da war.
00:05:25: Ich habe für mich etwas Wanderers entdeckt.
00:05:29: Vorher hat mir das eigentlich nichts gesagt.
00:05:31: Und ich glaube, das ist noch recht typisch oder viele Leute haben dann angefangen, so etwas Natursuchen von Wanderern und so.
00:05:38: Dann bin ich mit einer Freundin auf dem Adelboden.
00:05:42: Und dann wollen wir auf den engsten Alpen gehen.
00:05:45: Genau.
00:05:46: Und dann wollte ich loswandern und sie ist ein bisschen vor mir gewandert, mit ihren Wandenschuhen, die sie einmal alle zehn Jahre gebraucht hat.
00:05:53: Aber eine Wanderschuhe hatte
00:05:54: sie?
00:05:54: Ja, eine Wandeschuhe.
00:05:55: Okay... Und dann ist sie voraus gelaufen ... Und irgendwann schaue ich es an den Wohnen, was ist das da, so züg am Brot!
00:06:03: Kleine, schwarze Stücke.
00:06:05: Dann haben sie ihre Schuhsohle aufgelöst.
00:06:09: Das ist offenbar.
00:06:10: Ein übliches Problem, wenn man Wanderschuhe lange nicht benutzt.
00:06:13: Das ist Brötwerden.
00:06:14: Es waren super Schuhe, aber einfach nicht in Gebrauch.
00:06:17: Dann hat sie bei Hänsel und Gretel so eine kleine Schulsohlen-Spur gelegt.
00:06:22: Und dann mussten wir zurücklaufen ins Dorf und ihre neue Wandenschuhe kaufen.
00:06:27: Ich bin hinter ihr gelaufen und habe den ganzen Müll aufgelassen ...
00:06:31: Aber wir sind nachher noch mal auf die Tour gegangen?
00:06:33: Wir müssen
00:06:33: nachher los!
00:06:34: Aber erst müssen wir einen Stopp einlegen und eine neue Wandeschuhe kaufeln.
00:06:39: Das ist ein Tipp, das ich mitgegeben habe.
00:06:41: Neue Wanderschuhe?
00:06:42: Ja, unbedingt schauen, ob die noch zu gebrauchen sind.
00:06:48: Kurze Wäbenpausen!
00:06:50: Wieso haben wir überhaupt Ferien?
00:06:52: Wo reisen wir am allerliebsten an und was bringt uns so richtig in Feriestimmung?
00:06:58: Alle diese Fragen und noch viel mehr widmen sich die zweite Ausgabe des Coop-Zeitings MEG, das heute erscheinen ist.
00:07:05: Mit dem Anbau der Coop Zeitung verpasst du keine Ausgaben mehr!
00:07:08: Und nicht vergessen mit dem Newsletter vom Coop Zittig MEG schicken wir dir im zweiten Tag die spannendsten Infos, wichtigsten Tipps und eine gute Prise Nostalgie in deinem Postfach.
00:07:20: Alle Infos findest du auf www.coopzeitig.ch, Schreckstrich MEG.
00:07:24: unter Link steht es auch in den Show Notes.
00:07:27: Und jetzt geht es weiter mit der aktuellen Folge.
00:07:32: Wir starten mit unserer ersten Rubrik und die ist mega simpel.
00:07:35: entweder oder, kennst du?
00:07:37: Ich nenne zwei Begriffe und tu aus dem Buch heraus dich für einen entscheiden.
00:07:41: Gibt's aber keine Konsequenzen wenn ich das ein oder das andere sage?
00:07:44: Nein, sicher nicht!
00:07:47: Robin, bist du bereit?
00:07:48: Ich bin ready ja.
00:07:49: Berner Oberland oder Bündner Land?
00:07:56: Bündener Land.
00:07:57: Jumbo- oder Interdiscount
00:07:59: Interdiscount.
00:08:01: Allei oder in Gesellschaft?
00:08:05: Allein!
00:08:05: Wirklich?!
00:08:06: Guckst du nicht gerne in die Gesellschaft gewandern?
00:08:08: Ich
00:08:08: bin immer allein unterwegs, also zu ninety-fünf Prozent.
00:08:13: Weil es mir irgendwie ... Es ist jetzt mein Prüf, aber es ist ... In diesem Sinne, es ist mein Prüfe und meine Leidenschaft.
00:08:23: Und das ist auch meine Meitime.
00:08:25: Und es ist auch noch mein Sport.
00:08:27: Also ich kann wirklich alles miteinander verbinden.
00:08:31: Und wenn ich in die Gesellschaft gehe, dann ist es ganz anders zu wandern.
00:08:35: Ich bin auch oft quasi Produktionsgebunden unter Zeitdruck.
00:08:41: Darum würde ich sagen, ganz klar alleine.
00:08:44: Aber das war immer allein bei Wanderen und jetzt etwas mehr angefangen mit anderen Leuten.
00:08:50: Es ist eine ganz andere Qualität.
00:08:52: Spannend!
00:08:55: Am liebsten offline.
00:08:56: Schwierig,
00:08:58: aber gut.
00:08:59: Da könnte man ein ganzes Pokal darüber machen.
00:09:01: Das ist die Ambivalenz, die wir haben.
00:09:03: Gerade bei mir lebe ich davon, online zu sein.
00:09:08: Ich verdiene mit dem mein Geld.
00:09:12: dafür zum Offline gehen.
00:09:14: Es geht eigentlich nicht ganz auf, aber das Spannungsfeld macht es auch aus.
00:09:21: Das geht wahrscheinlich überall im Leben darum, Banos zu finden?
00:09:25: Wie ist es gemeint, ob man lieber online oder offline ist?
00:09:27: Ich
00:09:28: weiss auch nicht wie es gemeinte, so wie du es auffassst.
00:09:31: Aber ich habe sie jetzt auch so interpretiert!
00:09:33: Was ist der Lieber?
00:09:37: Du wirst wahrscheinlich...
00:09:38: Ich bin natürlich absolut süchtig.
00:09:39: Also ich habe da ein Problem, ganz klar.
00:09:41: Weil es ist wahrscheinlich alle in unserer Generation.
00:09:43: Ich habe eine Bildschirmzeit von ... Ich darf das gar nicht sagen.
00:09:45: Ich glaube vor ihm sind sieben Stunden teilweise und ich wäre aber auch lieber offline eigentlich weil es mir jetzt so viel bringt.
00:09:54: Ich finde gerade in den letzten fast anderhalb Jahren oder einem Jahr Irgendetwas ist passiert, dass Instagram mich nur mehr hineinsaugt.
00:10:05: Es passiert mega schnell, dass irgendetwas schlug und danach bist du einfach hängst an dem Device... Und du machst es immer wieder auf!
00:10:13: Du weißt also, du machst das ja bewusst zu und denkst, was mache ich jetzt?
00:10:17: Und dann leistest du weg.
00:10:18: Und nachher aber, und ich finde gerade als Eltern habe ich dort auch gewerkt, eine niedrigere Frustrolleranz entwickelt wegen... Ich sage jetzt mal plakativ wegen meiner Instagram Suche Ein Kind beobachtet beim Spielen ist mega lame im Gegensatz zu, wenn du mal zehn Reels kommst.
00:10:37: Also ja es ist jetzt mega hergesagt, aber der Reinfunk von wie das wirkt im Hirn nicht... Ist halt wieso?
00:10:44: Und wenn man sich dem wie bewusst ist merke ich mir also das habe ich auch müssen merken.
00:10:48: So habe ich mein Handy einfach wie abstellen sogar.
00:10:52: Das einzige was bei mir hilft ist Instagram löschen.
00:10:56: Ja ganz radikal.
00:10:58: Posten, dass ich es wieder runterladen will.
00:11:01: Weil alles so die Zeitblocker-Apps und ... Ich weiss nicht, ob man fünfmal tief ein- und ausmarschnurr ist?
00:11:07: Das bringt nichts durch den Lebensstil nachher trotzdem an dem Ding.
00:11:11: Und ich tue mir das eben auch immer schön reden.
00:11:12: Ich habe immer gesagt, ihr seid ja mit Job auch!
00:11:15: Ich muss!
00:11:15: Genau,
00:11:16: genau.
00:11:16: Das ist eine Wäser, der ist so toxisch, das ist ganz schlimm.
00:11:20: Abenteuer oder Gewohnheit?
00:11:22: Abenteure.
00:11:25: Vor der Wanderung im Kopenpicknig einkaufen oder ins Bergrestaurant?
00:11:29: Bergrestaurant.
00:11:29: Wirklich?
00:11:30: Magst du nicht schleppen oder was?
00:11:32: Nein, ich mag das einfach irgendwie so ein neues Bergresti entdecken und dort dann irgendwie eine gute Rösti essen oder eben Älplomagronen.
00:11:42: Und irgendwie durch das auch noch ... Ja wie kann ich sagen, so der lokale Wirtschaft so etwas ankurbeln.
00:11:50: Auch wenn es nur mit einer Röstie ist aber irgendwie so den Gedanken.
00:11:54: Ja, verstanden.
00:11:56: Wie und wo bist du aufgewachsen?
00:11:59: Also wenn wir ganz am Anfang anwenden, dann bin ich in Luzern geboren.
00:12:03: Ah was?
00:12:04: Dein Nidwalden?
00:12:04: Nein, nicht in Nid Walden.
00:12:07: Aber in NIDWALDER aufgewachsen.
00:12:08: Genau, zuerst in Buchs, etwa sechs Jahre und dann sind wir zügelt auf Emmeter.
00:12:13: Das ist so ein kleines Bergdorf, etwas oberhalb.
00:12:16: Und bei dort ... Was war das?
00:12:18: Ja, etwa fast zwölf Jahren waren wir dort.
00:12:22: Und wer gehört
00:12:24: zu dir?
00:12:24: Meine Familie!
00:12:25: Also, genau.
00:12:29: Ich habe meine Schwester einlassen.
00:12:30: Sie ist vier Jahre älter als ich und dann meiner Mutter und Vater.
00:12:34: Und ja... Was vielleicht noch speziell ist, meine Mutter ist Holanderin, mein Vater ist Engländer.
00:12:43: In diesem Sinne bin ich der Schweiz geboren.
00:12:45: Ich bin wie eine dreifache Bürger.
00:12:48: Und auch die Rücksprachung aufgewachsen.
00:12:51: Rückblickend habe ich das Gefühl, dass es einfach auch schon andere Sprachen
00:12:56: gibt?
00:12:56: Spanisch
00:12:57: noch.
00:12:58: Ich habe das Gefühl, du entwickelst dir das wie eine Charakteranteil.
00:13:03: Mit jeder Sprache bist du etwas anders kommunizierend.
00:13:09: Bei uns ist es bei diesen Kombinen sehr seltsam.
00:13:14: Gemeinschaftlich und lustig und leug ist alles ... Die Engländer sind so sehr trocken, fast so etwas fatalistisch.
00:13:24: Es ist
00:13:25: ein bisschen
00:13:27: zynisch, gell?
00:13:28: Zynisch
00:13:29: aber schwarzen Humor und Schweizer... Habe ich jetzt gerade keine gute Fische dafür?
00:13:35: Ja, der Klassiker ist der Bünzli.
00:13:36: Ja genau.
00:13:37: Und
00:13:38: gerne gehen und
00:13:39: wandern.
00:13:39: Genau.
00:13:40: Und irgendwie habe ich all die drei Sachen in mir inne.
00:13:43: In diesen drei Charakterateilen hast du halt auch Präferenzen wie was du für Sachen machst.
00:13:48: Ich habe das Gefühl, dass es bei mir auch, weil ich so breit interessiert bin, vielleicht auch einen Ausschlag gegeben hat.
00:13:56: Wie hat sich das im Essen gezeigt?
00:13:58: Wenn du jetzt so einen britischen Anteil hast, ein holländischen Antil in der Schweiz.
00:14:05: Was hast du gegessen und was sind deine Erinnerungen an das gemeinsame Nachtessen?
00:14:12: Ich hatte alles gerne.
00:14:14: Und ich würde sagen eher hollandisch-influenced.
00:14:20: Ja, Fische, Herdpfehl und Spinat.
00:14:25: Ja, das kennst du ja.
00:14:28: Und jetzt ist es aber mega klar.
00:14:30: Schweizer Küche so.
00:14:31: Wenn sie schrackblätig sind oder zürich geschnetzelt, dann ist es ein bisschen das.
00:14:37: Du bist später in einem Internat gegangen und zwar ins Hochalpine-Institut im Bündnerland?
00:14:45: Genau!
00:14:46: Wie ist das gekommen?
00:14:48: Da muss ich vielleicht etwas ausholen... Ich war in die Kollegin Stanz.
00:14:53: Das ist wie die Mittelschule vom Kanton Nidwalden.
00:14:55: Und dort musste ich im zweiten Jahr wiederholen.
00:15:00: Und dann im fünften musste ich nur mal wiederholern und bin aber durch das quasi von der Schule gehalten.
00:15:07: Okay, ja!
00:15:09: Dann war ich für die Matur.
00:15:10: Ich wusste damals auch nicht, dass du einfach im Kanton für die Mathur bist gesperrt.
00:15:15: Aber nicht generell schweizweit.
00:15:18: Und zu dieser Zeit hat es auch noch so etwas ingespielt, wieso ich auch ... Vielleicht von der Schule Kepi.
00:15:24: Meine Eltern, mein Vater ist sehr lange in den Emiraten gearbeitet.
00:15:29: Er hat einenseits hier in der Schweiz gearbeitet aber hatte das Mandat quasi in den Emiraten.
00:15:36: Und da war es sehr viel weg.
00:15:38: und irgendwann, wo meine Schwester ... Ich versuch's kurz zu falten.
00:15:44: Irgendwann waren meine Schwöster die Zeitmatur.
00:15:47: Zu dieser Zeit hatten sie die Matur.
00:15:49: Sie verliebt sich in einem Austausch.
00:15:51: Schüller aus Chile ist auf die Chile und meine Mutter hat gesagt, dass sie einen guten Zeitpunkt haben um etwas Neues zu starten.
00:15:59: Und das war dann auch eine Idee.
00:16:00: Wir gehen zur dritten, quasi auf Südamerika.
00:16:04: Es waren zwei, drei Mal sind wir in die Chile-Argentinien gewesen, haben Wohnungen und Züge angeschaut ... Ich habe wirklich ... ich will nicht hierher.
00:16:10: Dann ist quasi die Entscheidung wie so gefallen, als ich knapp sechszehn war, ich bleibe in der Schweiz.
00:16:18: Das war zuerst in der Schweiz.
00:16:20: Aber mit den Sechzehn Jahren, wie würdest du schon in der Schweiz bleiben?
00:16:24: Dein Vater ist alle zwei Monate ein Wochen zurückgekommen oder zwei Wochen.
00:16:29: Und wir sind in Südamerika.
00:16:31: Ich will einfach vom Gefühl, ich würde in der schweizbleiben.
00:16:35: Und das haben sie mega respektiert.
00:16:38: und dann bin ich bei einer Pflegefamilie gewesen.
00:16:40: Und es war zeitgleichig, als ich die zweite Mal wiederholen wollte.
00:16:45: Und dann quasi den Traum von ... Ich mache die Natur fertig, ist dann geplatzt.
00:16:49: Dann war es gut, wo du gehst.
00:16:51: Irgendwann hat ein Kollege gesagt, was ist mit dem Internat?
00:16:53: Das wäre in deiner Lebenssituation, mit der Eltern und so.
00:17:00: Dann bin ich schlussendlich im Hochabbininstitut FDAN gelandet, nachdem ich noch zwei andere Internate angeschaut habe.
00:17:06: Das hat mir am besten gefallen auch, wenn das dreieinhalb Stunden Fahrzeit ...
00:17:10: Völlig ab vom Schuss!
00:17:12: Genau.
00:17:14: Aber ich stelle mir das irgendwie noch... Wie soll ich sagen?
00:17:17: Noch prägend vor, wenn du mit sechs zählst.
00:17:19: Als erstes schaffst du dir die Entscheidung für dich selbst getroffen hast.
00:17:23: Das zeigt irgendwie auch noch viel, was du gesehen bist oder dass du dich so durchgesetzt hast.
00:17:28: und dann kenne ich das Internet.
00:17:33: Ich kenne das Internet von Harry Potter Hogwarts oder irgendwie Hani und Nannybücher oder Schloss Einstein.
00:17:40: Es geht viel um Streichspielen, Identitätssuche und Erwachsenen.
00:17:48: Wie hast du das erlebt?
00:17:50: Wir sind ja zwei Frauen ... Das eine war mega prägend.
00:17:55: Ich würde sagen, es war einer der härtesten Momente.
00:17:59: Zu dieser Zeit war ich sehr unselbstständig.
00:18:04: Sehr mamigewandt, würde ich mal sagen.
00:18:07: ... haben wir fast nichts mehr.
00:18:08: Also weisst du, wenn ich einen Termin beim Arzt mache oder so?
00:18:11: Ich sage das immer noch nicht.
00:18:12: Aber mehr als die Telefonung zu Hause geschallt hat, wollte ich nicht abnehmen.
00:18:16: Das war damals noch das Telefondi-Heilgegeld.
00:18:19: Es gibt
00:18:19: es nicht mehr,
00:18:20: gell!
00:18:21: Und dann habe ich gerade quasi am Mami... also so bin ich quasi wie gewesen und das hat mich mega dazu gebracht zum ... Ja, müssen selbstständig sein.
00:18:31: Und das ist natürlich auch nicht einfach, weil ... ... ich hatte irgendwann einen Wegwiesen.
00:18:35: der Moment, in dem ich ... Mit einem damaligen Lehrer ist so ein bisschen mein Mentor geworden.
00:18:44: Und dann konnte ich viel anvertrauen, und in diesem Moment hat man mich sehr gefühlt.
00:18:49: Wenn ich es jetzt erzähle, tue ich es recht hart, aber er hat mir grundsätzlich gesagt, du hast zwei Varianten.
00:18:54: Entweder versinkst du jetzt im Mitleid, so hart gesagt ... Alle werden aber recht geahnt und sagen ja, du bist mega leid und ja schade und äh und so.
00:19:03: Oder du brauchst das Chancen und siehst es als quasi nächstes Step so.
00:19:08: Und kannst etwas machen, was andere vielleicht erst irgendwie in zehn, zwanzig Jahren wirklich machen können, nämlich wirklich erwachsen werden.
00:19:14: Irgendwie selbst Verantwortung übernehmen.
00:19:18: Und irgendwie hat er ein sehr gutes Gespür gehabt, dass das gerade war, wo ich zum Gehören brauche.
00:19:25: So... Und dort habe ich mega den Switch umlegen
00:19:28: können.
00:19:28: Jetzt mittlerweile bist du selber Vater?
00:19:31: Kannst du schon angesprochen?
00:19:33: Wie ist das?
00:19:35: Könntest du dir vorstellen, dass dein Kind in ein Internat geht?
00:19:39: Ich komme darauf an, welches Internat.
00:19:41: Ich würde es sehr gut prüfen.
00:19:44: Und es kommt auch darauf an auf den Charakter von meinem ... Also ich kenne ihn jetzt schon so etwas besser.
00:19:51: Er ist jetzt schon über zwei Jahre alt.
00:19:54: Ich sage eher ja, aber es hängt natürlich auch von so vielen verschiedenen Sachen ab.
00:20:00: Einfach per se ins Internatschicken rein, definitiv nicht!
00:20:03: Aber wenn sich mega etwas an Lebensumständen weiss ich was, dann vielleicht ja.
00:20:08: Ja, aber gerade ... Vater sein ist ein guter Ding von Lebensschule.
00:20:15: Das ist die bis jetzt allergrößte ... Vielleicht kann ich so sagen, Vater sein sind die bis Jetzt grösste Lebensschulen, die ich erleben und weiter erleben darf.
00:20:24: Wie hast du es bis jetzt erlebt?
00:20:26: Ich muss ehrlich sagen, meine Tochter ist jetzt neun Monate.
00:20:30: Und es ist... Das ist heftig.
00:20:34: Alles, was ich geglaubt habe zu wissen und alles, was mich geglauben hat zu meinen zu diesem Thema ... Es ist noch mal krasser als alles, das ich vorstellen konnte.
00:20:46: Sowohl auf diese schöne, als auch nicht die schöne Art.
00:20:49: Ich finde, es nimmt zu Besitz von dir.
00:20:52: Ich bin wie ab der Welt gekommen, habe mich irgendwie wieder zusammen sammeln müssen.
00:21:00: Bin ich so im Aufbau, im Wiederaufbau?
00:21:02: Wie ging es dir?
00:21:04: Mega-gleich.
00:21:05: Ich glaube ein grosser Teil davon, wenn ich das jetzt reflektiere ist ... Es stirbt wie eine gewisse Anteil in dir.
00:21:17: Du musst wie eine Charakteranteil in dir sterben, für das quasi neue Teile kommen zu können.
00:21:24: So kryptisch wie es klingt aber irgendwie einfach... Jedes Wochenende war ich eh nie, aber jetzt auch das Beste, was wir jedes Woche haben, einfach rauszugehen und machen, was man will.
00:21:36: Ich sage jetzt mal die Freiheit, dass sie wieder massiv eingeschränkt wird.
00:21:39: Und ich bin immer ein megafreiheitsliebender Mensch gewesen.
00:21:44: Immer einfach das gemacht, worauf ich gerade Lust hatte.
00:21:47: Das hast du dann einfach nicht mehr.
00:21:49: Der Kontrast nachher ist umso grösser ... Das ist das Einzige.
00:21:54: Ich kann mich nicht mehr nachfühlen.
00:21:57: Und es hat für mich tatsächlich fast zwei Jahre gebraucht, bis ich wirklich so sagen kann, dass ich mich sehr gerne fahre.
00:22:06: Also als Eltern wird auch recht glorifizieren über Social Media und dass es einfach
00:22:14: heftig ist ...
00:22:17: Und was das alles heisst und den noch zusätzlich selbstständig dazu sein.
00:22:22: Dann möchte man sie ja auch irgendwie nur besser machen als seine eigenen Eltern.
00:22:30: Aber realisiert irgendwie auch ein bisschen, was eigentlich die eigenen Älteren auch alles geleistet haben?
00:22:36: Also ich meine, ich hatte zwei Geschwister, wir waren zu dritt, drei Kinder und ich dachte manchmal, Mami, du bist eine Maschine!
00:22:42: Das ist ja krass... Was halt nicht hilft in dieser ganzen Zerbräuselung eigentlich von deiner Identität und dann wieder auf die Bau der neuen Identität als Vater oder als Mutter, ist natürlich den Schlufmangel.
00:22:56: Also ich weiss nicht wie das bei euch ist aber Horror!
00:23:01: Also auch keine Nacht mehr durchgeschlafen?
00:23:03: Ich weiss gar nicht wie es geht.
00:23:04: Ja also das ist definitiv... Ich habe jetzt schon etwas mehr Luft.
00:23:11: Ich kann dir sagen, Jenny wird alles nach einem Jahr besser werden
00:23:14: und sie ist wirklich so... Oh ich nehme dich beim Wort!
00:23:16: Ja
00:23:16: nein aber es ist wirklich plus minus als ja.
00:23:19: Dort finde ich verändert sich recht viel gerade auch mit den Interaktionen mit dem Lachen.
00:23:24: Ich glaube wenn es deine Tochter würde wahrscheinlich schon so lachen oder?
00:23:27: Und das ändert schon recht viel.
00:23:30: Aber dann auch mit dem Lauff einfach die Autoromie was sie bekommen und Charakterausdruck Das macht einfach ... Es betet sich durch das natürlicher irgendwie ein.
00:23:41: Und ich habe auch gefunden, gerade so im ersten Jahr ist das jetzt eine Familie.
00:23:47: Irgendwie hat es sich mehr einfach Task-Task-Taske angefühlt
00:23:51: und nicht ... Genau,
00:23:53: wir sind jetzt eine Family.
00:23:54: Ja!
00:23:55: Und eben auch hier, sonst ist es immer so, ja, das Familienglück.
00:24:01: Ich habe das auch nicht, wo der Sohn auf die Welt gekommen ist, ich hatte das auch nicht.
00:24:10: Ich war sehr krass und nachher kommst du heim.
00:24:15: Wir sind in ein Geburtshaus gegangen aber du gehst zu zweit an den Ort her und du kommst zurück.
00:24:20: Absolut!
00:24:22: Kann ich jetzt einfach diese Person mit Hause nehmen?
00:24:27: Genau, aber so nach einem Jahr ändert sich und jetzt nach zwei Jahren ist es wirklich normal.
00:24:33: Drei, vier Stufen cooler.
00:24:36: Man muss in alles wachsen und allem Zeit geben.
00:24:40: Das haben wir etwas verlernt in unserer Gesellschaft oder unsere Generation.
00:24:44: Ich weiss es nicht, aber weil immer alles unmittelbar herum ist und verfügbar ... Ich glaube so ein bisschen, dass eine Sache Zeit gibt, das kennenzulernen, sich anzutasten, wie verloren gehen.
00:24:56: Und ich merke jetzt an mir, wieso ich mich auch darauf einlohne die Beziehung, was ihre Tochter schon verändert hat in diesen neun Monaten.
00:25:05: Einfach weil ich sie besser kenne und weil ich weiss wie sie ist, wie sie mich anlacht... Eben weil eine Beziehungen entsteht.
00:25:12: Und
00:25:13: dass diese Bezieh auch wächst?
00:25:15: Was findest du den schwierigsten?
00:25:17: Du sagst ja der Schlafmangel.
00:25:19: Der Schlaf-Mangel im Zusammenhang mit einerseits Performen im Arbeitsmarkt quasi und andererseits daheim klar zu kommen ... Mit Schuld und Scham, was du gerade dazu kriegst.
00:25:33: Wie so ein Add-on bei der Kinderkrieg.
00:25:38: Wieder wegfinden, wie es für dich stimmt.
00:25:40: Du bist permanent vergleichen links und rechts.
00:25:43: Aber das Kind schläft schon und das nicht.
00:25:46: Das läuft schon und hat schon zehn.
00:25:48: Und du musst irgendwie bei dir bleiben.
00:25:51: Dann sind wir beim Thema, den wir auch noch darüber reden wollen.
00:25:54: Und zwar Social Media!
00:25:59: Matchmade in heaven.
00:26:00: Du bist wahnsinnig erfolgreich und das schon sehr, sehr lange.
00:26:06: Und vielleicht auch für viele Leute so ein bisschen unbewusst.
00:26:08: Also du hast eine unglaublich erfolgreiche Instagram-Kanale aufgebaut mit Schweizer Chisten.
00:26:14: Das ist eine Comedy-Kanal, die viele wahrscheinlich kennen von verschiedenen Memes.
00:26:19: Und jetzt mit InstaSwiss aber auch einer der grössten Wanderportal oder Wanderkanalen in der Schweiz.
00:26:27: Ist es zu diesem Kohl?
00:26:31: Hast du irgendwie eine Nase dafür oder wie macht man das?
00:26:34: Ja, ich glaube tatsächlich irgendwie schon ein gewisses Gespür für was die Leute gerne haben und so den Puls der Zeit von den Leuten gespüren.
00:26:43: Also vielleicht ... also wo ich so in den letzten vierzehn-fünfzehnt war, ist mein grösster Traum gewesen, DJs zu werden.
00:26:50: Ich kann anfangen Musik produzieren, das mache ich immer noch aber es hat einen Zeit lang auch nicht wirklich professionell Musik produziert.
00:26:57: Und Ich habe das Gefühl, dass ich von dem Aus in der Klasse immer wie gespürt ist was gerade Stimmung ist.
00:27:07: Und ich versuche den Klassenglauen zu ein bisschen witzreißen und so.
00:27:11: Beim DJ ist es eigentlich nicht anders.
00:27:13: Du musst die Leute spüren.
00:27:16: Was ist jetzt gerade Stimmung?
00:27:17: Was würde gut funktionieren?
00:27:20: Wahrscheinlich ist das grundlegend sehr empathisch.
00:27:23: Und das spiegelt sich halt irgendwie an.
00:27:26: Alle Sachen, die ich mache, spiegeln es sich wieder in den Ideen, die mich irgendwie haben, dass ich sie immer versuche.
00:27:32: Was finde ich cool?
00:27:33: Aber was würde auch mega breite Anklänge finden gerade mit den kulturellen Dingen wie es jetzt gerade ist und das ist mir immer sehr gut gelungen irgendwie.
00:27:42: Ich kann nicht sagen wieso oder so aber hattest du einfach ein gewisses Gespür dafür.
00:27:46: und damals bei Schweizer Kiste war, dass habe ich gemerkt, Gerade mit Social Media hat sich die Konsumation von Content geändert.
00:27:58: Das war eher textlich, aber vor acht bis neun Jahren kam ein langsames Video dazu und wir haben gemerkt, dass die Sketches sind und so etwas Neues.
00:28:08: Dann wurden sie immer kürzer mit der Aufmerksamkeitsspanne und so weiter geworden.
00:28:12: Text ist nicht mehr so wichtig.
00:28:15: Mit dem Wanderer kann es doch gleich sein.
00:28:17: Ich war immer gerne draussen.
00:28:22: Seit zehn Jahren fahre ich DÖV und das ist für mich so der grösste ... Nein, fünfzehn Jahre fahren ich Döv.
00:28:27: Das ist für mir die grössteste Freiheitsdinge, DÖF irgendwo in den Bergen und dann einfach irgendwo rauslaufen und so ein bisschen sein.
00:28:34: Und es war immer mein Ausgleich.
00:28:36: Und das entstand ja aus dem, dass ich irgendwann mal einen Post von einer Wander gesehen habe.
00:28:44: die Expeditionsseite aus Peru.
00:28:46: Ich frage mich nicht, wie ich darauf komme.
00:28:48: Wie kann ich mit meiner Schwester eine Expedition machen?
00:28:50: Und dieser Kanal auf Instagram hat Infos so dargestellt, dass etwas in mir ausgelöst wurde und so gefunden habe ... Ah!
00:28:57: Irgendwie haben alle Info an einem Ort auf einem Instagram-Post sehr hilfreich.
00:29:03: Dann hab ich angefangen und gerattert.
00:29:05: Und dann bin ich halt so verliere mich mega in den Ideen.
00:29:08: Da bin ich zu der Träume und finde, das könnte Kurkau sein oder was.
00:29:13: Und dann ist es entstanden, weil ich gemerkt habe, dass irgendetwas in mir ausgelöst hat.
00:29:17: Ich habe das Gefühl, dass etwas sein könnte, was den Leuten auch gefallen
00:29:21: würde.
00:29:22: Jetzt kommt noch eine Wander-App dazu, die du lassiert hast.
00:29:26: Pick a Peak.
00:29:27: Das verspricht eben, diese mühsamen Planung vom Wanderer umzugehen.
00:29:32: Wie kam es zu dem?
00:29:33: Dass dies jetzt noch dazukommt...
00:29:36: Ja, ich bin immer so auf der Suche nach neuen Touren und ... Ich suche das immer nach einem Kriterium aus, wie weit es effektiv weg ist.
00:29:46: Wenn man die schönsten Wanderungen der Schweiz sucht und er sagt, dass sie im Wallis sind ... Ja, aber ich bin hier im Kanton Zürich.
00:29:52: Ich kann jetzt keinen Bock zum vier Stunden anreisen.
00:29:56: Wäre doch mega cool!
00:29:58: Gibt's nicht irgendetwas, was man nach Anreisen-Zeiten einfach filtern kann?
00:30:02: Nein, irgendwie nicht.
00:30:04: Es wäre doch so hilfreich, um zu sagen, ich reise mit dem Auto an.
00:30:08: Aber ich habe im Fall keine Lust zum länger als anderthalb Stunden fahren.
00:30:12: Was gibt es?
00:30:12: Und aus diesem Ausstieg ist die Idee entstanden.
00:30:16: Ich kann da noch genau den Moment wie sagen ... Das ist einfach eine Idee, die plötzlich aufkommt.
00:30:21: Dann hast du sie gerade umgesetzt!
00:30:23: In diesem gleichen Tag habe ich irgendwie App-Agentur Schweiz geuggelt und gemerkt, dass man eine App machen kann.
00:30:34: Ja, das habe ich jetzt nicht.
00:30:35: Und dann habe ich mir irgendwie einen Weg gebannt, um es in der Realität zu werden.
00:30:40: Ich glaube, dort bin ich schon sehr ... Jetzt habe ich ein extrem grosser Willen.
00:30:45: Also wenn ich so merke, dass da etwas in mir ausgelöst ist und ich möchte das machen, dann bin ich voll dran.
00:30:52: Dann kann ich zehnmal mehr Züge machen als normal gesund wäre wahrscheinlich.
00:30:59: Das ist vielleicht auch Teil des ... Vom Erfolg, sag ich jetzt mal.
00:31:04: Und wie finanzierst du dich?
00:31:05: Du bist selbstständig schon sehr lang, oder?
00:31:09: Mittlerweile wie lange?
00:31:10: Fünf Jahre.
00:31:12: Okay, fünf Jahre selbstständigen.
00:31:15: Wie finanzierst du dir den Content?
00:31:18: durch irgendwelche Kooperationen
00:31:19: im Auto?
00:31:19: Ganz viel Angst und Schlafen.
00:31:23: Hey, nein!
00:31:23: Als es selbstständiger war, ist sicher ein mega grosser ... Ja, ich finde's schon... Selbstständig war es schon mit sehr viel grossen Trade-offs verbunden.
00:31:36: Ich glaube, die psychische Gesundheit ist eine davon.
00:31:39: Gerade in den ersten Jahren, bevor das so wirklich läuft... Und jetzt bin ich mich... Von Anfang an habe ich mich mit Kooperationen finanziert und dann diese App habe ich mir einfach mit dem eigenen Kapital investieren finanzierte.
00:31:57: Das ist aber letztes Jahr bin ich wirklich ... Drei, vier Monate bin ich voll.
00:32:02: Also wirklich am Limit gewesen.
00:32:04: Weil ich das irgendwie ... Ich habe fünfzeigtausend Franken selbst investiert und haben es trotzdem überleitet mit Investoren und dann ja, nein, gleich nicht.
00:32:12: Und ich habe das jetzt selber durchgezogen und es hat sich ausgezahlt.
00:32:16: aber... Ja!
00:32:18: Ich würde es niemandem raten, für die psychische Gesundheit zu machen.
00:32:21: Das war sehr kevig so.
00:32:23: Das glaube
00:32:24: ich auch.
00:32:24: Jetzt ist eben ein Wanderer für dich.
00:32:26: ja einerseits Deine Meet-Heim ist der Ort, wo du dich entspannen kannst und zu dir kommen kannst.
00:32:33: Wo du dich aufladen kannst.
00:32:35: Aber auf der anderen Seite ist es auch dein Job.
00:32:37: Du musst noch ein Video machen.
00:32:40: Es tut sich nicht gegenseitig so etwas... Wie soll ich sagen?
00:32:48: Macht sich das nicht gegeseitig kaputt?
00:32:51: Definitiv.
00:32:52: Ich glaube, es ist eine Illusion.
00:32:55: Es gibt also das Sprichwort irgendwie so ... Suche dir etwas, was du quasi gerne machst und mach das zu deinem Job.
00:33:01: Und du wirst nie einen Tag im Leben arbeiten müssen.
00:33:04: Das stimmt nicht so hart, weil es schlussendlich muss du ja gleich Geld verdienen.
00:33:08: Es ist viel cooler, um zu sagen, ich wandere hauptprüflich aber es ist schlossendlich gleich wenn ich drei Produktionen in einer Woche habe.
00:33:19: Gerade wenn's schönes Wetter ist bin ich sehr unter Druck, um einfach gut produzieren.
00:33:23: Wenn es schlechtes Wetter ist, ist auch blöd.
00:33:25: Denn dann muss ich warten bis gut.
00:33:28: Dann bist du teils halt ... Ich gehe auf den ersten Zug am zehn vor fünf und komme dann am halben Elfen heim.
00:33:37: Unterwegs im Zug innen bin ich meistens in der Rush Hour von Zürich auf Bären oder Bären ins Wallis.
00:33:45: Diese Züge sind immer rappelvoll.
00:33:48: Da schneide ich Videos an und gehst auf sechs, sieben stündige Wanderung.
00:33:54: Voll im Content-Ting und überlegen, Dronenfliegen.
00:34:00: Nicht am Wanderer, das kann ich dir vielleicht sagen.
00:34:01: Ich bin am Trailrunner.
00:34:02: Wenn ich eine fünf oder sechs stündige Wanderung mache, dann habe ich auch fünf oder sech Stunden.
00:34:08: Aber das ist mit ... Vier, fünf, sechs Matronenfliegen und Zweihundertfünfzeigklips im Handy aufnehmen.
00:34:14: Und dann aber auch noch, das ist mir wichtig zu einer Rösti auf der Berghütte.
00:34:17: Das muss man
00:34:19: sehen!
00:34:19: Genau.
00:34:21: Ja, schlussendlich ist es halt einfach nur ein Job.
00:34:25: Aber jetzt in meinem Fall kann ich sagen, dass es einen sehr, sehr coolen Job ist.
00:34:29: Ich beklage mich dann auf sehr hohem Niveau wenn ich sage wo ich bin, kaputt von drei Mal Wanderung machen.
00:34:37: diese Woche, also produzieren.
00:34:40: Aber es ist trotzdem ...
00:34:43: Es gibt auch Reisenblogger und Influencerinnen, die dazu beitragen, dass es eine Massenanstürme gibt bei Hotspots, als wäre das Askatal zum Beispiel so ein Ort, der regelmässig überlaufen wird.
00:35:03: oder ich war z.B.
00:35:04: noch nie am See Alpssee.
00:35:07: Ich habe keinen Bock mit Tausenden von Leuten, um das See umzuwandern.
00:35:12: Wie stehst du zu
00:35:14: diesem?
00:35:15: Das ist etwas, was mich bei meiner Arbeit begleitet und ich versuche... Wenn man es konsequent durchspielen würde, dürfte niemand mehr Content machen.
00:35:29: Es beeinflusst schon sehr stark die Leute her.
00:35:31: Und mir geht's genau gleich mit dem Seealpsee oder den gesamten Alpsteiggebiet.
00:35:35: dass ich so finde, wieso muss ich jetzt nicht noch haben?
00:35:40: Und vor allem ...
00:35:40: Mega schade!
00:35:41: Das ist so schön.
00:35:42: Ja, das ist
00:35:42: mega schön.
00:35:43: Ähm und andersherum ja inspiriere ich durch meine Arbeit auch sehr viele Leute.
00:35:49: um überhaupt mal rauszugehen zu Matnatur.
00:35:52: Ich habe das Gefühl, dass ein grösserer oder wie so einen gröseren positiven Impact auf die Leute und Gesamtheit als dass es einen Negativ hat aber halt auch nur sehr... Spezifisch und alles, was ich sagen kann nicht nachweisen.
00:36:10: Das ist einfach mein persönlich empfinden.
00:36:13: Und von den Nachrichten, die ich von der Leute bekomme und Kommentare lesen, von den Leuten, die diese Wanderungen machen.
00:36:20: Aber auch etwas, das sehr wichtig ist, ist auch jetzt die Auswahl der Wanderung, die man durch Promoten...
00:36:26: Ja.
00:36:26: Manchmal gibt es Geld, also Sachen, die du dann
00:36:29: nicht rausgehst?
00:36:29: Ich kann sicher schon fünf oder sechs Sachen ... Das klingt nach wenig, aber bewusst nicht postet.
00:36:36: Ich habe gemerkt, wo ich die Infrastruktur da war und möchte es nicht verlieben.
00:36:45: Darum habe ich mir das Herzen genommen.
00:36:48: Entweder poste ich Sachen, bei denen man viel aufhand dazu betreiben muss, um hierher zu kommen oder Dinge, die schon touristisch gut erschlossen sind, ausgebaut sind ... wo ich sagen kann, das ist okay.
00:37:03: Vor zwei Monaten habe ich einen Ort posten.
00:37:05: Das war eine Wanderung in Nidwalden zum Saisonstart.
00:37:09: Es war ein Restaurant, bei dem man nur zu Fuss kommt oder mit einem Schiff.
00:37:14: Ich habe dieses Restaurant nicht alles.
00:37:16: Das ist eines der speziellsten Restaurants und es beworben besonders einfach als Teil der Wanderungen.
00:37:21: Und diese Wandererung ging relativ viral.
00:37:23: Es gab irgendwie über drei bis vierhundert Tausend Aufrufe im paar Tagen.
00:37:28: Und nachher habe ich am Wochenende darauf, von den Restaurantbesitzern ein Telefon bekommen und basically ging es darum, dass sie gesagt haben, wir hatten jetzt Anfang Mai.
00:37:39: Wir hatten viermal mehr Besucher in Absoluten Peak Time.
00:37:43: Sie wurden absolut überrennt.
00:37:46: Was machen wir?
00:37:48: Das war das erste Mal, an dem ich wirklich sehr festgemerkt habe, was für einen Impact hat.
00:37:54: Und es ist für mich klar, ich nehme das Video wieder runter.
00:37:57: Also wie sind sie denn dir gegenüber gesehen?
00:37:59: Hessig und vorwurfsvoll oder so einfach wirklich...
00:38:02: Überforderung!
00:38:04: Sie haben gesagt, wir wollen nicht... Möchtest
00:38:05: du eigentlich auch cool?
00:38:06: Es
00:38:07: ist mega-cool aber es ist dann halt auch noch irgendwie personell.
00:38:09: Haben sie gerade zwei Todesfälle gehabt und sie laufen alle auf Zahnfleisch und jetzt ist da die Samstagssundung und sind absolut überrennt worden.
00:38:16: Die Leute müssen weg schicken und es war wie einfach so... Okay okay.
00:38:20: Ja definitiv, ich nehm das runter.
00:38:23: Aber sie haben gesagt, dass sie kein zweites Escher werden wie dort im Alpstein.
00:38:27: Und da merke ich, ich muss noch mal besser aufpassen was ich poste.
00:38:33: Das hat ja viel mit verantwortet.
00:38:34: Ja sehr.
00:38:35: Hey Spannend Robin!
00:38:36: Lass uns noch ganz kurz in die Zukunft schauen.
00:38:38: Gibt es noch eine Wanderung?
00:38:40: Bist du
00:38:40: Wahrsagerin, damit wir dich zukommen können?
00:38:42: Ich hoffe es.
00:38:43: Also eigentlich hoffst du kannst mir ein bisschen vorgespüren, was du noch so vor hast.
00:38:47: Gilt es noch einer Wanderungen, die du auf deiner Packageliste hast?
00:38:50: Äh
00:38:51: gibt mega viele... Ich kann schon vielleicht etwa eine Hundertfünfzeigwanderung machen, aber es gibt nur sicher hundert mehr, die ich gerne machen möchte.
00:39:00: Und ich bin noch jung!
00:39:02: Bist du der Prototyp Wanderer-Wanderein?
00:39:05: Ist insofern
00:39:06: so wie das Sechzeigjahr.
00:39:07: Ich bin schon gut dabei mit Anfang des Dreißigjahres.
00:39:10: Ja... Ich habe Zeit.
00:39:12: Und wo siehst du dich so in die klassische Frage?
00:39:15: Wo siehst ihr dich in zehn Jahren?
00:39:17: Wahrscheinlich nicht in dem gleichen Ding, den ich jetzt mache.
00:39:19: Ich meine, hättest du mich vor zehn Jahren gefragt, wo du siehst.
00:39:20: Hatte ich nicht gesagt, ich mache eine Wanderseite und eine eigene App.
00:39:25: Vielleicht wirst du dann gleich noch DJ oder so?
00:39:28: Ja, vielleicht da!
00:39:29: Du bist
00:39:30: auf Ibiza, oder?
00:39:31: Ich habe mir ehrlich gesagt... Also vielleicht... Und das habe ich immer schon ein bisschen an meiner Partnerin besprochen.
00:39:36: Ich kann mir gut vorstellen, dass ich eventuell gerade wenn unser Sohn in die Schule kommt, dass sich irgendwie alles was im Schulsystem... Vielleicht mach ich dort irgendetwas... Also ich weiss es nicht, aber es ist
00:39:50: so.
00:39:51: Noch mal ganz
00:39:52: eine neue Richtung.
00:39:53: Aber das habe ich schon immer... Ich mache einfach das, was ich gerade Lust darauf habe.
00:39:57: Sehr cool!
00:39:59: Okay Robin mit zum Schluss haben wir noch eine neue Rubrik die heißt Rapid Fire und es ist auch super super simpel.
00:40:07: Ich nenne dir Begriffen.
00:40:08: du sagst mir einfach ganz schnell was dir als erstes in Sinn kommt dazu.
00:40:12: Dazu
00:40:13: okay ja.
00:40:13: Ist gut?
00:40:14: Ja.
00:40:14: Grenzenfahrung Er
00:40:16: war ein Reportage, in dem ich im Darkness Retreat war.
00:40:20: Das
00:40:20: hat sie ja nicht gesehen!
00:40:22: Bio?
00:40:23: Das ist etwas vom Wichtigsten in meinem Leben.
00:40:26: Bio-Lebensmittel.
00:40:27: Ah ok.
00:40:28: Heimat?
00:40:29: Schweiz
00:40:31: Bergsteigen?
00:40:32: Ich komme darauf an, Bergsteige mit so Anseilen und so eher ... Ich habe sehr feste Höhenangst.
00:40:41: Proviante
00:40:42: Wasser
00:40:45: Humor Ja.
00:40:48: Vorhanden!
00:40:51: Sehr gut, das war's gesehen.
00:40:53: Es war eine sehr grosse Frage.
00:40:56: Ich hätte noch tausende Jahre weiter mit den Schwarzen können.
00:40:59: Es gibt so viele Themen, die man mit dir besprechen kann.
00:41:01: Das ist unglaublich!
00:41:03: Ja, wie
00:41:04: du mich
00:41:04: interviewst und nicht ich dich... Wir haben auch
00:41:07: noch nicht...
00:41:08: ...und ich stelle dir die gleichen Fragen.
00:41:10: Du
00:41:11: warst wirklich mega schön.
00:41:12: Danke vielmals für deine Zeit genommen und bei uns.
00:41:15: Und alles Gute weiterhin.
00:41:19: Das ist Cope, ein Kind gesehener Podcast von der Cope
00:41:22: City.
00:41:22: Gefolgt uns doch auf allen gängigen Plattformen auf Instagram und auf TikTok unbedingt!
00:41:27: Und in zwei Wochen loset unbedingt wieder Ihnen zur nächsten Folge.
00:41:32: Bis dann wünsche ich eine gute Zeit.
00:41:33: Tschüss zusammen.
Neuer Kommentar